3. Die Geschichte zusammen mit TeilnehmerInnen Vers für Vers in Szene setzen.
Diese Methode eignet sich besonders für Bibelarbeiten mit Erwachsenen. Man braucht etwa ein bis eineinhalb Stunden Zeit. Der Text wird im Voraus von der Anleiterin in Sinneinheiten strukturiert. Das können einzelne Verse sein oder aber einzelne Szenen. Der Text wird dann nach Sinneinheiten auf größere Papierstreifen geschrieben, so das man sie auf dem Boden nach und nach auslegen kann und dazu die Figuren stellen lässt. Es wird keine fertige Szene vorgegeben.
Man liest gemeinsam den Text, anschließend gibt es eine Runde, in der jede/r ein Wort oder einen Satz sagen kann, der ihm oder ihr hängen geblieben ist. In der Mitte ist der "Raum" der Geschichte mit einem oder mehreren Tüchern angedeutet. Verschiedene Figuren, Tücher und Requisiten stehen zur Verfügung. Die Anleiterin stellt die Hauptpersonen vor, gibt eine knappe Anweisung zum Gebrauch der Figuren (Wie fasse ich die Figur an, wie kann ich sie bewegen?) und legt den ersten Textstreifen aus. Die Teilnehmenden stellen nun die Figuren zu diesem Vers. Meistens entspinnt sich schon an diesem ersten Bild ein Gespräch ("Nein, für mich sieht das ganz anders aus." Oder: "Ich finde da fehlt noch der oder die Person."). Ermuntern Sie die Teilnehmenden die Szene so zu verändern, dass sie das Gefühl haben es passt. Wenn niemand mehr etwas sagen will kommt der nächste Vers oder Papierstreifen. Wieder soll die Szene verändert werden, darüber gesprochen werden.
| Am Ende können die TeilnehmerInnen
der Gruppe sich selber in das Bild stellen. "Wo bin ich in der Geschichte?
Was ist mir besonders nahe gegangen?" Wer mag kann etwas dazu sagen, muß
aber nicht.
Wichtig ist bei dieser Methode den Teilnehmenden zwischen den Sinneinheiten immer genug Zeit zu lassen, das Bild oder die Szene auf sich wirken zu lassen. Die Interpretation des Textes ist offen. Zwar hat der oder die Anleiterin sich eine eigene Auslegung erarbeitet, sie sollte aber auch andere Zugänge und Eindrücke gelten lassen. Jeder Zugang zu einem Bibeltext ist subjektiv und gerade das Gespräch über die verschiedenen Perspektiven und Zugangsweisen bringt auch mir neue Erkenntnisse und Einsichten.
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Diese Szene entstand zum Beispiel zu einer Auslegung zu 1.Kor.13. Die Teilnehmerin hat diese Szene "Nach der Geburt" zum Vers "Aber die Liebe ist die größte unter ihnen" gestellt. |